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Zeitmanagement

It’s a Gamechanger! über mentale Anker, Trainingssinn & Home-Office

Lass uns ein paar Monate zurück spulen. Es ist Anfang April. Ich tippe fleißig an einem damals noch unveröffentlichten Blogartikel. In dessen Intro philosophiere ich kurzweilig über das neue Überthema: Corona, samt all seiner Begleiterscheinungen – Klopapierengpässe, geschlossene Schwimmbäder, Trainingsunlust. Heute, knapp 9 Monate später, hat uns das Virus nach wie vor fest im Griff. Auch wenn aus der 0 inzwischen eine 1 geworden ist, ändert das bisweilen wenig an den Bedingungen für Sportler, im Speziellen für uns Triathleten. Es bleibt anstrengend, mit der Situation umzugehen. Was sollen wir tun, um uns, unseren Körper und Geist, in Schach zu halten?

Gönn dir Momente der Selbstreflexion

Sicher wirst du die aktuellen Geschehnisse in den Medien verfolgen. Der Lockdown geht weiter. Viele Geschäfte bleiben zu. Manche Betriebe bieten für ihre Angestellten Home-Office Lösungen an. „Remote“ zu arbeiten, ist hier das Stichwort. Was im ersten Gedanken recht lässig klingt, birgt dennoch Herausforderungen. Wie soll man sich im Work-Home-Alltag organisieren? Welche Arbeitszeiten teilt man sich selbst zu, wenn sie nicht explizit vorgegeben oder extern kontrolliert werden? Wann erledigt man Alltagsaufgaben wie Einkaufen, Putzen und Sport? Fragen über Fragen, mit denen man sich auseinandersetzen muss.

Ganz gleich wie du dich organisiert und welche Arbeitsmethoden du favorisierst – essenziell ist der Schritt davor: die Vorbereitung, dir einen Moment der Selbstreflexion zu gönnen. Vielleicht reichen schon 10 Minuten , in denen du dir deine neue Tagesroutine inklusive Home-Office- und Trainingsstruktur aufteilst. Um fokussiert und produktiv an den Tagesaufgaben zu arbeiten, kann es enorm hilfreich sein, sich mentale Anker zu setzen. Etwa kannst du dich jeden Morgen mit deinem Kaffee oder Tee hinsetzen und dir einen mentalen Anker überlegen. Diese Intention begleitet dich dann den gesamten Tag und hilft dir, deine Tagesziele zu erfüllen.

Hier einige Beispielintentionen: „Heute arbeite ich fokussiert und mit Struktur an den 2-3 wichtigsten Aufgaben“; „Heute lass ich mich nicht von Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen“; oder „Frieden beginnt bei mir“. Ich selbst habe diese Technik in den letzten Wochen und Monaten immer mal wieder für mich nutzen können. Es funktioniert ehrlich gesagt nicht immer. Wie vieles ist auch dies eine Übungssache!

Der Körper folgt dem Geist, der Geist folgt dem Körper

So viel zum Mentalen. Kommen wir zum Sportlichen. Und ja, an der Trainingssituation hat sich noch immer wenig geändert. Kein Schwimmtraining, offene Gyms? Fehlanzeige! Und wenn auch noch Pech dazu kommt, vielleicht sogar Quarantäne und häusliche Isolierung. Willkommen und Hallo im Tal der unfitten Sportsfreunde. Aber Jammern bringt dir auch nichts. Oder anders: Spulen wir doch aus Spaß mal 6 bis 7 Monate vor. Vielleicht gibt es dann wieder Wettkämpfe mit entsprechenden Hygienekonzepten. Vielleicht darf man wieder ins Freibad. Und vielleicht besteht auch wieder die Option, ins Radtrainingslager zu entfliehen. Wer weiß.

Doch all das ist Schall und Rauch, wenn wir es bis dahin verpasst haben, uns den entsprechenden Anker zu setzen, dran zu bleiben! Eben nicht der Lethargie nachzugeben und jetzt erstmal zu verharren – im körperlichen und geistigen Sinne. Mobil und agil zu bleiben, das meine ich. Und das am besten täglich. Aber auch ich muss die Hand heben und mir offen eingestehen, dass ich mir dafür zu wenig Zeit genommen habe. Mich morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafen eben nicht ein paar Minuten körperlich mobilisiert und gedehnt habe. Und du wirst es kennen: Man „rostet“ ein, alles fühlt sich irgendwie verspannt und fest an. Dabei ist es im Grunde so easy, sich täglich 10 Minuten dafür freizuschaufeln. Plus: Es bedarf kein überteuertes Trainings-Equipment hierfür. Dieser Beitrag ist übrigens erneut in Zusammenarbeit mit Gorilla Sports entstanden. Für den Inhalt bin ich wie immer zu 100% selbst verantwortlich.

So könntest du dich zum Beispiel auch in der Mittagspause mit einem kurzweiligen Mobility-Zirkel und 1-2 Atemtechniken beschäftigen, um dein parasympathisches Nervensystem zu triggern. In Kombination mit der weiter oben erwähnten Tagesintention kann das ein echter „Gamechanger“ für alle weiteren Tagesmissionen sein.

Hierfür möchte ich dich noch auf zwei spannende Bewegungs- und Mentalprojekte aufmerksam machen, die dir helfen können, genau das umzusetzen:

Focused-moment von Yogalehrerin Frances

Der Moving Monkey Podcast von Leon

Wir freuen uns auf dein Feedback! Wie organisierst du dich im Home-Office? Wie kombinierst du Sport und Arbeit aktuell? Hast du Mentaltechniken, die dich im Alltag stützen und deinen Fokus und innere Kraft lenken? Schreib es uns gern in die Kommentare.

Beste Grüße und bleib gesund,

Sören

Foto von cottonbro von Pexels

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31 Jahre jung, Freigeist und sportverrückt. Hat irgendwas mit Marketing studiert, um dann doch auf den journalistischen Zug aufspringen zu wollen. Und jetzt tingelt er als Sales Man in der Zweiradbranche herum. Passionierter Triathlet ist er auch noch. Seine Leidenschaft zum Sport, Digitalen und Kreativen lebt er auf diesem Blog aus. Hey, schreib' ihm doch mal einen Kommentar :)

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