Sören auf dem Rennrad während der Abfahrt nach Sa calobra auf Mallorca
Roadbike TRAINING Trainingslager

Trainingslager auf Mallorca | dat war geil!

Viel zitiert, noch öfter laut von betüterten Menschen gegröllt, diesmal wahrhaftig erlebt: „Malle ist nur einmal im Jahr“ und so ging es für 6 Tage mit Cousin und Trainingsbuddy sowie dem „Venga Support“ ins Mini-Trainingslager nach Alcudia. Was ist das eigentlich für ein krasses Fleckchen, wie gemacht für Sportskanonen?!?

Krasses Mekka für Sportskanonen

Nach knapp 2 ½ Stunden Flug sind wir so smooth wie noch nie auf der, laut lokalem Radio,  schönsten Insel“, Montagmorgen gelandet. Direkt ging es mit dem Mietwagen vom Flughafen nach Alcudia, wo eine sehr ruhig gelegene Finka auf uns wartete. Wir wollten diesmal kein Massentourismus, in einer dieser Bettenburgen 😀 Nachdem Huerzeler und die Canyon Base angesteuert und unsere zwei Rennräder bereit für den einen oder andren Höhenmeter waren, ging es Dienstag so richtig los! Das von Coach Florian Geyer / Radlabor geplante Programm sah wie folgt aus:

  • Montag: 2h locker einrollen
  • Dienstag: 5h
  • Mittwoch: 5h
  • Donnerstag: 2h locker
  • Freitag 5-6h

Fleißig wie ne Biene, spulte ich das komplette Programm fast 1 zu 1 ab. Zumindest was den Umfang betrifft. Intensitätsmäßig wurde es hier und da bergan etwas bis deutlich schneller als „Grundlagentempo zwei“ (148-159S/min), denn Berge sollte ich überwiegend im GA2 Bereich fahren. Das ist die Theorie…In der Praxis war das halt nicht immer umsetzbar. Was willste machen, wenn Du hochmotiviert und umgeben von gefühlt tausenden Fahrern mit angezogener Handbremse die geilsten Anstiege Mallorcas vor Dir hast? Also? Garmin, bis spädder, #ketterechts und einfach da hochballern 😀

Bergauf fuhr jeder sein Tempo. Zu meinem Erstaunen hielt mein Cousin die ganze Woche echt richtig gut mit, sodass wir locker 90% zusammen gefahren sind.  So cool 🙂

Neben Watt und Pulsschlägen die Momente genießen!

Ich bin kein Profi und darf mir solche „Fauxpas“ bergan wie eben beschrieben leisten. Außerdem: Lieber haben wir einen Boxenstopp an Tanke & Cafe mehr gemacht, als dass wir engstirnig Kilometer um Kilometer jagten. Wenn dann waren es auch eher Höhenmeter, auf die wir Jagd machten. Gestärkt und mit Mandelkuchen sowie Cappuccino intus, cruisten wir nach Cap de Formentor, Kloster Lluc, Sa calobra (!) oder Teile des Puig Majors. Diese Fleckchen beeindruckten uns so sehr, dass wir fast jeden Tag ungefähr die gleiche Route mit leichten Abweichern einschlugen. Soller, Valdemossa, San Salvador und wie sie alle heißen, warten auf uns in den nächsten Jahren 🙂

Sportliches Highlight Königsetappe

Freitag musste ich das ausgeliehene Canyon Aeroad cf slx leider schon wieder abgeben. Aber erst 17 Uhr, sodass wir früh 8:30 Uhr zur „Königsetappe“ aufbrachen. „Die Insel“ präsentierte sich passend zum Finaltag nochmal von ihrer schönsten Sonnenseite! Geplant waren 5 bis 6 Stunden, gern mit 3000 Höhenmeter sowie Sa Calobra als finale Bergkategorie! Für letzteres reichte die Zeit dann leider nicht mehr, wenngleich die Anstiege von Caimari oder auch Pollenca nach Cap Formentor aus bereits aller erste Sahne waren! Nach ca. 2 ½ Stunden erreichten wir die Tanke „Coll de sa Bataia“. Mein Cousin und ich meinten vorher noch, dass sich die Oberschenkel heute schon relativ breit anfühlen. Doch dieses Gefühl sollte am heutigen Tage nur temporär sein. Nach dem Tankenstopp waren sie wieder da: Die Beine! Vielleicht war es auch der Motivationskick und das Wissen, nur noch 1-2 Stunden auf’m Sattel sein zu können. Wie entfesselt prasselten nochmal Höhenmeter en masse auf den Garmin ein. Bergan im Grundlagenbereich zwei? Vergiss es, einfach nur noch den Moment genießen und nahe dem Leistungslimit wie Contador & Co von Kehre zu Kehre hochsausen! Das war ein geiles Fest!

Fazit & Funfacts

Wenn wir das Trainingslager in Kaltern dazuzählen, waren das im April zwei spezifische Belastungsblöcke für den Ötztaler. Nun wird für die nächsten Wochen wieder an der Grundlagenschraube gedreht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass good old Germany jetzt so langsam alles sommerfest macht. Bald dann #kurzkurz? Das wäre nice…

Die Woche Malle in Zahlen

∞ viele geniale Momente

6.200 Höhenmeter

450Km  

28 Kaffee, 9 Cappuccino & 4 Espresso

20h Training

16 Riegel und 9 Gels von Squeezy

4 Belastungstage

2 x hoch von Sa Calobra 🙂

1 Mal in der Kurve versteuert (nichts passiert :D)

0 Platten

Ab Minute 4:57 filmische Impressionen von Malle 😉

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über

27 Jahre, Freigeist, sportaffin und Student der irgendwas mit Marketing studiert hat. Passionierter Triathlet ist er auch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt er rund um den Triathlonkosmos, philosophiert über Trainingsstuff- und den Lifestyle. So Stay tuned.

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