das Team Alpecin in Kaltern 2017
GRAN FONDO rennrad TRAINING

Alpecin Trainingslager | Kaltern, Du warst so geil!

Foto: Henning Angerer/Alpecin Cycling

Was Einstein schon wusste, verdeutlichte sich uns 10 neuen „Alpecinis“ Ende letzter Woche. Zeit ist relativ und so verflogen die 7 Tage Trainingslager in Kaltern im Eiltempo. Heute starten wir zunächst den Flashback in schriftlicher Form, bevor es in den nächsten Tagen mit dem Film auf YouTube weitergeht.

Guter Mix zwischen Training & Media Dates

Reden wir gleich Tacheles! Das es kein klassisches Trainingslager a la „eat, train, sleep, repeat“ werden würde, war allen vorher klar und gehörte auch zum „Deal“ – so sehe ich das zumindest. Einige von der Crew fragten, ob es „nicht zu viel an Terminen und Tagesprogramm war?“ Ein klares NEIN! Die positive Anspannung, die Freude und der Spaß überwogen die temporären Mittagsschlafattacken und müden Beine. Immerhin hatten wir in der Woche die Chance mit dem ganzen Team plus Crew medial für die Saison „vorzuarbeiten“. Fotoshooting mit und ohne Bike, Interviews, Einzelshootings, lockere Touren mit der italienischen Presse oder das Treffen mit dem lokalen Tourismusverband – das alles sowie das Training, das Personal vom „Haus am Hang“, die Alpecin-Crew plus unsere „Allstars“ machten das Alpecin Trainingslager so besonders.

Der Tagesablauf bot also folgendes…

Zunächst hieß es meist 7 Uhr Frühsport am hauseigenen Pool mit ziemlich genialer Aussicht auf das Kalterner Tal, die Dolomiten und entfernte Alpengipfel – „Mindshift“ ist hier das Stichwort und so wich bei mir die latente Morgenmüdigkeit für Tiefenentspannung und Vorfreude auf den Tag. Nach der morgendlichen Gymnastik-Selbsthilfegruppe, folgte das reichhaltige Frühstücksbuffet – letzteres und Trainingslager sind einfach wie Bonnie und Clyde – ein Träumchen zusammen!

Anschließend hatten wir 30-60min Zeit uns in unsere „rote Schale“ zu schmeißen, wenngleich das bei uns auf dem Zimmer meist in redundanten Fragen ausartete – „Wo ist meine kurze Bibshorts?„, „Warum sind die Beinlinge noch feucht?„, „Verdammt, auf den Socken ist noch ein „Kettentattoo vom Vortag“,  „Ähh Dennis,“ hast Du meine Brille gesehen?:D“ …und so fanden wir uns dann doch alle fast immer vollständig und mit richtigem Dresscode zu den echt interessanten Tech,- und Materialworkshops ein. Um es nur ganz kurz anzureißen: Es gab eine Teamkasse für „Strafen„, wie falsche Bekleidung, Zuspätkommen, eben genannte Kettentattoos oder auch gern mal für einen dummen Kommentar in der Whats-App Gruppe – natürlich alles mit dem gewissen Augenzwinkern. Letztlich will die Weihnachtsfeier ja auch von irgendetwas bezahlt werden, richtig? 😉

„Die Dates mit den Südtiroler Pässen waren mir ein inneres Blumenpflücken“

Gesättigt, zufrieden und mit neuem Input bezüglich Bike-handle-skills oder „how to wash your bike“ gings dann wirklich auf die roten Blitze, meist 2-3 Stunden oder auch mal länger. Je nachdem, wie die Beine und die Tagesform mitspielten. Wer keine individuellen Foto- oder Interviewtermine hatte, durfte auch nochmal auf eigene Faust losradeln. So schnappte ich mir Freitag z. B. Zimmerkollege Dennis und wir cruisten nochmal locker und lustig Teile des Mendalpasses hinauf.

steile Berge beim Alpecin Trainingslager 2017 in Kaltern

14% sind 14%, Wiegetritt!!

Nach der wohltuenden Dusche warteten meist gegen 19 Uhr die italienischen Kulinaritäten auf uns. Aber vom allerfeinsten. Holla die Waldfee, war das köstlich und by the way echt deluxeartig angerichtet. Einen monstermäßigen Dank an das ganze Personal vom „Haus am Hang„. Derartige Muße, Freundlichkeit und Gelassenheit, habe ich selten erlebt! Wer mochte, den zog es stäter noch an die Bar (oder zu noch späterer Stunde in den Caravan – dazu keinen weiteren Kommentar :D).

Aber im Ernst: Die Tagen waren mega gut getaktet, das Training kam für meinen Geschmack nicht zu kurz (ca. 22h) und wenn es doch mal hier oder da mit den Fotoshootings etwas langwierig wurde – ja mein Gott, das ist dann nun mal so! Punkt aus. Kein Gejammer…

Mendelpass, I like you!

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Region um Kaltern herum zu den Hotspots in Sachen Pässen in Europa gehört. Doch als Lausitzer ist man nicht gerade mit bergigem Profil gesegnet und so waren mir die „Dates“ mit den Südtiroler Pässen, wie dem Mendelpass, ein inneres Blumenpflücken. Die bombastische Aussicht, der gleichmäßige (T)ritt von Kehre zu Kehre, die Endorphine währenddessen und am Gipfel – definitiv mein sportliches Highlight in dieser Woche.

Trainingstechnisch war das ein geiler Belastungsblock, um es in nackten Zahlen auszudrücken: 22h, 570km, allein 4x den Mendelpass hoch und natürlich mächtig schnell wieder herunter. Das Gros der gesammelten Kilometer wurde im Grundlagenbereich abgespult, hinzukamen ein paar knackige 20/20sekündige Intervalle sowie den einen oder anderen Kilometer im oberen Ga2 Bereich, da wir uns an manchen Tagen in Gruppen aufteilten und dort teilweise recht zügig gefahren wurde 😀 Aber von nix kommt ja nix…

Alpecin Trainingslager 2017 in Kaltern Südtirol

no more words needed…

Trotz des Trainingspensums und dem tendenziell angehäuften Schlafdefizit, bin ich nun nach 2-3 Tagen Pause bereit für das nächste Level! In den Füßen kribbelts, die Beine sind auch schon semi-braun und wollen Gas geben – ab heute wird der Motor wieder gestartet. Ob es schon jetzt einen kleinen Boost geben wird? Ich freue mich mordsmäßig auf die Bergintervalle nachher!

7 geile Tage – und was nun?

Zugegeben, war das Gefühl bei der Abreise schon irgendwie komisch. Die Woche war intensiv, da fiel der Reset ins daily business nicht soooo leicht. Kein Frühsport mit der Alpecini „Selbsthilfegruppe“ 😂, kein Frühstücksbuffet, kein Pedalklicken, kein lauwarmer Fahrtwind, kein zuckersüßer Gelgeschmack, kein Mendelpass ,keine schweißnassen Sachen, kein „Siggifit“ 😀 und auch keine „afterhour“ im Team Caravan 😁🙈…

In jedem Fall verspüre ich tiefen DANK an die ganze Alpecin Crew. Besonders auch danke an Daniel, Jörg und Florian! Und natürlich vergesse ich auch nicht die wieder gestrandeten „Allstars“ aus den letzten Jahren. Ne bunte Truppe!

Der nächste sportliche Ausreißer steht schon in den Startlöchern. Montag geht es nach Alcudia/Mallorca, wo wir mit meinem Cousin 6 Tage die Insel und ihre schönen Radspots erkunden werden. I really looking forward & so!

Stay tuned,

Sören

Alle gezeigten Fotos © Henning Angerer/Alpecin Cycling

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27 Jahre, Freigeist, sportaffin und Student der irgendwas mit Marketing studiert hat. Passionierter Triathlet ist er auch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt er rund um den Triathlonkosmos, philosophiert über Trainingsstuff- und den Lifestyle. So Stay tuned.

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