Ein Schwimmer im See
LIFESTYLE SAISON 2016 TRAINING TRIATHLON

Das ist der Film des Lebens!

Sonntag, 31. Juli 2016. Eigentlich sollte ich genau jetzt um 9:00 Uhr an der Startlinie beim Berlin Triathlon XL stehen. Doch dem ist – wie Du es Dir schon denken kannst – nicht so. Ein kurzer Flashback der letzten 3 Monate, wenngleich das „Danach“, also das „Jetzt“, viel wichtiger ist. Nach dem Motto: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach‘ Limonade draus!

Wehwehchen hier, Verletzungspause da – bin ich schuld daran?

Jan Peiniger, Bloggerkollege und ebenfalls passionierter Triathlet, hatte vor kurzem in diesem Artikel ein Fass bzgl. Verletzungen und falschem Ehrgeiz aufgemacht. Schweigend respektive nicht kommentierend, fühlte ich mich irgendwie angesprochen. Na klar. Immerhin dümple ich seit Mitte Mai trainingstechnisch so dahin. Mal bin ich beschwerdefrei und kann relativ frei trainieren. Kurze Zeit später muckt doch wieder hier und da die Muskulatur im linken Oberschenkelbereich auf.

Aber kann ich mir wirklich etwas vorwerfen?

Wenn das „Köpfchen“ blockiert ist…

Doch was ist, wenn die ganze Chose und die therapeutische Behandlung nicht, wie vom Sportarzt empfohlen, anschlägt und irgendwie nicht besser wird? Eigentlich kann ich mir nicht viel vorwerfen. Als es Anfang Mai akut im Beinbeuger war, habe ich mehrere Wochen pausiert. Lokal wurde es besser, jedoch schien der Schmerz, geschnürt durch die falsche Fußhaltung, langsam Richtung Wadenbeinmuskel zu wandern. Auf einmal muckte das Fibula-Köpfchen hier und da so stark auf, dass es mir im wahrsten Wortsinn spezifisches Training blockierte.  Also wieder zum Sportarzt. Ergebnis? „Das ist eine leichte Zerrung im Tractus. 8 Mal manuelle Therapie“.

Doch der Status Quo wollte sich nicht viel verändern. Ein dritter Versuch. Diesmal überlegt er kurz, schaut sich Fuß- und Beinstellung an und verschreibt mir spezielle Einlegesohlen. Besser gesagt sensorische Sportsohlen, die nach einer Laufbandanalyse speziell für mich angefertigt werden. Das soll das natürliche Bewegungsmuster der involvierten Muskeln aktiv beim Sport triggern.

Leider bekommt man so einen Termin auch nicht einfach mal so. Wieder 2-3 Wochen warten. Nächste Woche soll es nun endlich soweit sein. Ich bin gespannt…

Ich habe nicht die Wade der Nation…

Tja kurzum: Ich bin kein Boateng und habe nicht die Wade der Nation! Ich bin lediglich ein Freizeitsportler, der wie alle anderen auch zum allgemeinen Sportmediziner gehen muss, ohne medizinischer Highend-Behandlung.  Mit Warten, Vertrösten bzw. Absagen, wenn es nicht mit einem Termin klappt. Wenn es dann soweit ist, bekommt man ein Zeitfenster von sagen wir 5 Minuten. Die Diagnose ist meist schnell gestellt, obgleich diese mit großer Wahrscheinlichkeit nicht immer auf Tatsachen beruht.  „Er soll man ein paar Tage aussetzen“… Abgesehen davon, dass mir dieses merkwürdige In-der-dritten-Person-Gerede immer irgendwie suspekt vorkommt, hätte ich mir diese Diagnose auch selber stellen können.

Und was ist nun die bottomline?

That’s Life! Na und? Nach vorne schauen.

Jetzt habe ich es doch getan. Eigentlich finde ich solche melancholischen Jammertexte von anderen Sportlern schrecklich ermüdend. Deshalb soll es das an dieser Stelle auch damit gewesen sein. Das ich jetzt beim Berlin Triathlon XL (Saison-Highlight) nicht starten kann ist bzw. war echt ärgerlich. Ganz klar! Aber Schwamm drüber. “ That’s Life“, wie man immer sagt.

„Mein Film des Lebens läuft trotzdem weiter. Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.“

 

Das Schöne am Triathlon ist ja außerdem, dass man trotz solcher Dritte-Welt-Probleme immer irgendwas trainieren und den Lifestyle leben kann. Ich hatte mich dann ende Mai ziemlich schnell mit der Situation abgefunden und verstärkt den Fokus auf’s Schwimmen gelegt. Und soll ich Dir mal was sagen?

Es funktioniert!

Der Funke ist übergesprungen.

Das vielzitierte Wassergefühl offenbart sich mir immer öfter und manchmal schwimme ich jetzt schon wie im Flow, immer mal abwechselnd im Becken, See und sogar im Wettkampf! Es macht richtig Laune, wobei ich auch dazu sagen muss, dass es natürlich mit viel Aufwand verbunden ist. Da hilft nur Training, Training und ….

ähh.. Spass inne Backen.

Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und alle Schwimmsessions seit Mai zusammengezählt. Bäääm!! 31 Sessions, plus das 24h-Arena-Schwimmen und 2 Wettkämpfe.

Kurzerhand habe ich mich für 3 weitere Schwimmevents im August angemeldet, u. a. mit dabei ist das 3,5km Schwimmevent am Müggelsee und eine weitere Triathlonstaffel beim Knappenman in Lohsa. Das soll ja ein großes Ding sein. Sächsische Landesmeisterschaften und so…

Es kommen neue Highlights! Der Film des Lebens läuft weiter. Bei uns allen!

In diesem Sinne einen schönen, entspannten, aktiven oder wettkampfreichen Sonntag,

Sören

 

 

2 Kommentare

  1. Heyho, na dann hoffen wir mal, dass es nicht mehr lange dauert! Ich hab seit etwa einem Jahr Probleme mit dem Schienbein und sehr ähnliche Erfahrungen mit Sportärzten gemacht… Einfach weitermachen, nix übertreiben und immer schön positiv denken! 😉

    • Hi Lotta – ja ich weiß, verfolge Euch beide ja auch. Hast Du denn für Dich schon eine Lösung finden können? Bei mir war es halt auch so verflixt, weil ich nie wirklich wusste, was es den Schmerz letztlich auslöst.
      Deinen letzten Satz lassen wir so stehn 🙂

Danke für Dein Feedback!

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