Sören fährst den Mendelpass auf dem Rennrad herunter
MOTIVATION TRAINING TRIATHLON

Trainiere das, was Dir Spaß macht | #motivationmonday

6:10 Uhr. Heute Morgen. Draußen ist es noch stockdunkel. Doch ich bin schon ready für den Tag. Porridge und der erste Kaffee – Check! Kalte Dusche? Check! Bevor wir so richtig in den Tag und die neue Woche starten, wollte ich hier noch ein paar Gedanken loswerden. Es geht um – na klar – Motivation und Training. Doch heute soll es nicht um Trainingstipps oder „How To’s“ gehen, sondern um das „bigger picture„. Das „Warum“! Lass uns mal folgendes gegenüberstellen…

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Trainingsplan vs. Spaß & Freiheit

Die meisten von uns ambitionierten Freizeitathleten trainieren nach Plan. Die (Trainings)Woche ist nicht selten bis ins kleinste Details durchgeplant. Jede Einheit verfolgt ein bestimmtes Ziel. Und das ist auch gut und richtig so. Letztlich will keiner diese berühmten „Garbage miles“ sammeln, wie es Jan Frodeno treffend sagte. Ich habe nur das Gefühl, dass wir manchmal zu besessen von all dem triathletischen Tohuwabohu sind. Wenn sich einfach alles, das ganze Leben und der Alltag, nach dem Training richtig und nicht andersherum.

Denn zu trainieren ist ein Privileg. Doch verlieren wir, glaube ich, dafür schnell mal die Perspektive und Anerkennung im Alltag. Dann geht es nur noch darum, den Trainingsplan zu erfüllen. „Verdammt, heute Morgen hab ich ja mal gar kein Bock auf die HIIT-Indoor Einheit, aber muss ja…“ oder „Morgen Schwimmen? Hmm irgendwelche bin ich gerade voll im Lauf Flow, aber das steht ja erst wieder Freitag an – naja muss ich durch“

So oder so. Du weißt was ich meine. Gut, wir können nicht immer gleich hoch motiviert sein, selbst wenn sie intrinsischer Natur entspringt. Doch genau in diesen Momenten, wo der innere Schweinehund Oberhand zu gewinnen scheint, haben wir theoretisch alle die Chance, mit einem kleinen Gedanken Twist, voll fokussiert und motiviert zu bleiben. Nämlich einfach das zu trainieren, wonach Dir am heutigen Tag gerade ist. Oder wie siehst Du das??

Trainiere das, worauf Du Lust hast

Versteh mich nicht falsch. Ich verurteile nicht den Trainingsplan an sich. Unser Zeitbudget ist begrenzt. Wir brauchen ihn sogar, um die nötige Zeit in der Woche für unseren heiß geliebten Triathlonsport frei zu schaufeln. Allerdings bin ich in den letzten Monaten ein Stück weit davon abgekommen, zu dogmatisch ans Training heranzugehen. Mich quasi selber in mein eigenes Trainingskorsett zu zwängen. Vielmehr habe ich Gefallen daran gefunden, auch mal Einheiten zu switchen.

Wie zum Beispiel letzte Woche: Eigentlich stand morgens eine Schwimmsession an, später am Nachmittag noch eine Radeinheit auf der Rolle. Weil ich aber auch noch einiges am Vormittag schaffen wollte, habe ich die morgendliche Schwimmeinheit geskippt und stattdessen nach dem Email-Marathon effizient 45 Minuten auf der Rolle trainiert. Nachmittags war ich noch schnell vor meiner Schicht im Fitnessstudio eine halbe Stunde auf dem Laufband. 20 Minuten warmlaufen, 10 Minuten 30 Sekunden Intervalle, 30 Sekunden easy. Zack! Zwei effiziente Einheiten, zwar komplett anders als ursprünglich geplant, dafür richtig happy und dankbar für den Tag!

Gut, dehnen wir den Kern der Intention des heutigen Blogbeitrags nicht unnötig aus. Du weißt was ich meine. Es liegt an jeden selber, Training, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu kriegen. Vielleicht nicht zu krass in den triathletischen Tunnel abzutauchen. Vielleicht nicht immer statisch nach Plan zu funktionieren. Und vielleicht auch einfach mal kurz anhalten und für den Moment dankbar sein.

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Wenn Du magst, kannst Du gern mal Deine Gedanken dazu in die Kommentare hauen. Wann hast Du Dich das letzte Mal dabei erwischt, zu krass im Trainingsplan gefangen zu sein? Oder passt es für Dich vielleicht genau so und Du brauchst diesen strikten Takt, um am Ball zu bleiben? So oder so: Mich würden Deine Gedanken dazu interessieren!

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27 Jahre, Freigeist, sportaffin und Student der irgendwas mit Marketing studiert hat. Passionierter Triathlet ist er auch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt er rund um den Triathlonkosmos, philosophiert über Trainingsstuff- und den Lifestyle. So Stay tuned.

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