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Wie stehst Du zu Nahrungsergänzungsmitteln im Sport?

Transparenz ist King! Diesen Beitrag möchte ich als Anzeige kennzeichnen. Nicht weil ich es unbedingt muss. Sondern weil ich es so will. Doch Du kannst Dir sicher sein: Dieser Beitrag ist 100% bullshitfrei! Soll heißen: Kein Werbetext, keine Verkaufsintention, keine Schleichwerbung. Ausschließlich meine Meinung und Erfahrungswerte zum Thema. Für Dein Feedback und Deine Erfahrung wäre ich sehr dankbar. Du kannst es im Kommentarfeld unter diesem Artikel gern mit uns teilen. 

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Ich liege auf dem Bauch, alle Viere von mir gestreckt, mit dem Kopf durch ein Loch auf den Parkettboden schauend: „Oh, machst Du Dir Dein Urin schön teuer“, flachst sie. „Was“, frage ich leicht irritiert. „Na mit den Pillen, die Du da nimmst, das bringt doch nix“. Da ich meiner Physiotherpeutin gerade eben erst von meinem neuen Nahrungsergänzungsmittel erzählt hatte, sie mir nun aber so kommt, diskutieren wir für den Rest der Behandlung hin und her. Das war vor etwa 4 Jahren. Seitdem habe ich mich viel mit Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt, einige ausprobiert, und versucht, mich immer wieder zu hinterfragen, ob es mir wirklich etwas bringt – und viel wichtiger: Was sagt eigentlich die Wissenschaft dazu? Ein Erfahrungsbericht.

NEMs sinnvoll oder nur modisch und bequem?

Um sogenannte Nahrungsergänzungsmittel (NEMs) ist in den letzten Jahren ein richtiger Hype entstanden – gerade in der Fitness- und Ausdauerszene tummeln sich schier unendlich viele Anbieter. Für jedes Symptom, für jeden (angeblichen) Mangel, gibt es die passende Pille. Sogar Leistungssteigerungen sollen möglich sein– sowohl physiologisch als auch kognitiv. So das Versprechen. Wenn Du Dich fragst, welches Vitamin bzw. Mineral welchen Effekt auf den Körper haben kann, hilft Dir dieses E-Magazin vielleicht, einige Fragezeichen aufzulösen. Allerdings ist es auch immer alles eine Frage der Perspektive. Wenn ich mir den Markt anschaue, liest sich vieles davon ziemlich blumig. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre der Markt für NEMs ein riesiges Haifischbecken voller geldhungriger Marketinghaie. Aber warte: Das so stehen zu lassen, wäre zu eindimensional.

Inzwischen gibt es viele, fundierte Studien, die die Wirksamkeit bestimmter NEMs belegen. Zu den prominentesten zählen: Eiweiß, Vitamin-D, Vitamin B12 ( vor allem für Veganer) oder Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium. Ersteres kennt wohl jeder. Mittlerweile bietet es jeder Supermarkt an. Der klassische Eiweißshake vor oder nach dem Training gehört für viele Sportler einfach dazu. Und ich muss zugeben: Auch bei mir. Zumindest ab und an. Es ist halt super bequem, und es schmeckt ja auch!

Aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt sich trotzdem. Brauche ich das wirklich? Brauche ich 20-40g Eiweiß auf einmal, oder kann mein Körper mit seinem Aminosäurenpool das eigentlich auch ganz gut alleine schaukeln? Würden vielleicht auch ein paar Eier, ein Glas Schokomilch oder Harzer Käse reichen? Ja, vielleicht. Dem Körper ist es ziemlich egal, ob Schokoshake oder stinknormale Kakaomilch – hauptsache eine Eiweißquelle. Aber bitte eine qualitativ gute!

Verbraucherschützer warnen seit Jahren davor, NEMs blind einzunehmen, ohne dabei deren Zutatenliste und Herstellungsland zu überprüfen. Aber es bringt nichts, mit dem erhobenen Zeigefinger zu fuchteln. Aufklärung und Transparenz, darauf kommt es an. Diesbezüglich gibt es seit 2017 eine informative Wissensplattform der Verbraucherzentrale. Fragen zu NEMs, Produktinformationen, Risikoeinschätzungen zu Zutatenlisten, Marktchecks, aktuelle Fälle und News – wer sich für NEMs interessiert, kann sich hier nützliches Wissen abholen. Völlig kostenlos! Ein weiteres Tool zur Überprüfung von NEMs ist die Kölner Liste. Diese listet tausende NEMs, alle im Labor auf Dopingsubstanzen getestet und auf schädliche Zutaten überprüft.

Meine Erfahrung mit Nahrungsergänzungsmitteln

Um noch einmal auf die Anekdote mit dem teuren Urin zu kommen: Tja, wer weiß schon, ob das NEM, was man gerade nimmt, wirklich einen positiven Einfluss auf den Körper hat? Wenn man es nicht vom Arzt überprüfen lässt, bleibt es wohl eine Frage des Glaubens: Der Glaube versetzt Berge, heißt es sprichwörtlich. Und nicht umsonst gibt es in der Wissenschaft den anerkannten Placeboeffekt. Wenn Du wirklich glaubst, dass Dir Medikament xy hilft, kann es zum erhofften Effekt kommen. Selbst wenn Du eben nur das Placebo eingenommen hast…

In den letzten Jahren habe ich einige NEMs ausprobiert. Eiweiß- und Vitamin-D-Pulver, Zinktabletten, Vitaminkomplexe und sogar NEMs, die in einer raffinierten Zutatenkombination geistige Leistungssteigerung versprechen. Ob es sinnvoll war? Keine Ahnung. Klar, habe ich viel dazu gelesen, selber aktuelle Studien durchforstet oder die Meinung von Ernährungsexperten eingeholt. Letztlich werde ich es nie erfahren, ob der flapsige Spruch meiner Physiotherapeutin die Sache auf den Punkt bringt oder zu pauschal und oberflächlich daher gesagt ist.

Galileo Galilei meinte mal…

„Man kann anderen nichts beibringen, was sie nicht schon wissen. Man kann ihnen nur das, was sie bereits wissen, ins Bewusstsein bringen.“

Und genau darum geht es mir!

Ich bin immer offen für Neues, was NEMs betrifft, gerade weil sie ihre Daseinsberechtigung haben. Nicht umsonst supplementieren viele Hochleistungssportler Zink oder Eisen. Aber eben aus einem Mangel heraus und unter Aufsicht!  Es geht mir nicht darum, NEMs pauschal zu verteufeln. Vielmehr ist es mir wichtig, das Thema zu reflektieren: Was weiß ich über NEMs? Und vor allem: Was weiß ich über das NEM, dass ich vielleicht aktuell täglich schlucke? Wie sieht die Studienlage dazu aus? Gibt es Langzeitstudien, die dessen Wirksamkeit, und vor allem Unbedenklichkeit für die Gesundheit, bestätigen? Fragen, die sich jeder stellen sollte und muss.

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Fragen und Gedankenschnipsel, die ich hiermit auch Dir mitgeben möchte. Wie stehst Du zu NEMs, und welche Erfahrungen hast Du mit ihnen gemacht? Welche positiven, aber auch negativen, Effekte hast Du bemerkt? Dein Feedback würde mich sehr interessieren. Schließlich möchte ich Dir noch einen sehr informativen YouTube Kanal vorstellen, der meiner Meinung nach qualitativ hochwertigen Inhalt zu Sporternährung, Nahrungsergänzungsmittel und neuste Studien liefert. Schau mal bei Sportwissenschaftler Daniel Pugge vorbei.

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28 Jahre, Freigeist, sportaffin, der irgendwas mit Marketing studiert hat, um nun doch auf den journalistischen Zug aufspringen zu wollen. Passionierter Triathlet ist er auch noch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt Sören rund um den Triathlonkosmos, philosophiert (mit anderen) über Trainingsstuff- und Lifestyle. Das Wichtigste: Hauptsache Du hast Spaß bei dem was Du tust.

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