Nils Frommbold im Interview auf Keep-on-running.de
Interview TRIATHLON TriVision 2.0 Kampagne

Interview mit Nils Frommhold: „Wichtig viel in den geplanten Wettkampfintensitäten zu trainieren.“

Foto: Dani Fiori und Nils Frommhold

Die Triathlonszene in Deutschland boomt! Nicht zuletzt wegen der starken Ergebnisse von Jan Frodeno, Sebastian Kienle oder auch Nils Frommhold. Letzterer zeigte 2014 besonders eindrucksvoll, was es heißt als „Rookie“ bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii seine Visitenkarte zu hinterlassen. Doch das Leben ist auch im Triathlon keine Einbahnstraße des Erfolgs. 2015 war eine Achterbahn der Gefühle. Es gab Hochs, wie seinen Sieg in Roth, aber auch Unerwartetes, wie das verpatzte Abschneiden beim zweiten Anlauf auf Hawaii. In dieser Ausgabe von „Interview mit…“ habe ich ihn zum Saisonverlauf, seiner Wettkampfernährung und generell zum Triathlonkosmos ein paar Fragen stellen dürfen. Außerdem verrät uns Nils, wie für ihn eine typische wettkampfspezifische Trainingseinheit aussehen könnte und was er unmittelbar vor einem wichtigen Wettkampf macht.

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Gewinnspiel-Alarm!!  Nils hat mir in Kooperation mit seinem Sponsor High5 zwei Wettkampfpakete speziell für die Ernährung auf der Halbdistanz zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Wie Du eins davon gewinnen kannst, erfährst Du im Anschluss des Interviews.

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Hey Nils, wie geht’s Dir und hast Du heute schon trainiert?

Nils: Hi Sören, ganz ohne geht es im Triathlon natürlich auch nicht. Derzeit befinde ich mich aber in der Taperphase für die Challenge Roth und dementsprechend steht die Regeneration weit oben auf meiner Prioritätenliste.

Du bist seit einigen Jahren Profi-Triathlet. Oftmals hört man, dass da gut und gern auch Wochenumfänge von 30 Stunden und mehr zusammen kommen. 4 bis 8 Stunden tägliches Training sind da (bestimmt) keine Seltenheit. Wie muss man sich so einen typischen Trainingstag vorstellen? Hast Du bestimmte tägliche Routinen und spielt Zeitmanagement im Trainingsalltag für Dich eine Rolle?

Klar ohne gutes Zeitmanagement funktioniert Triathlon nicht. Man muss ja schließlich drei Sportarten miteinander kombinieren und an seinen Stärken/Schwächen arbeiten. Es gibt immer eine Baustelle. Ansonsten trainiere ich nach dem 3/1-Rhythmus. Sprich auf drei Trainingstage kommt ein ruhigerer Entlastungstag. Die drei Belastungstage haben jeweils einen Schwerpunkt. An einem Tag wird speziell an der Intensität gearbeitet, an einem an der Ausdauer und der dritte Tag ist für komplexe Einheiten reserviert. Dabei steht jede Disziplin an jedem Trainingstag mindestens 1x auf dem Programm. Was ich genau an den einzelnen Tagen trainiere unterscheidet sich stark im Saisonverlauf und wo ich mich gerade befinde.

Ich weiß, dass viele mit Dir mitfiebern werden. Nicht zuletzt deswegen, weil Du in den sozialen Netzwerken viele Fans hast. Mir ist vor allem Dein “Until the Gun“-Video-Blog vom letzten Jahr in positiver Erinnerung geblieben. Du bist damit quasi der einzige Triathlet im Profibereich, der so nah Einblicke gibt. Was ist Deine Intention dabei und wie siehst Du den wachsenden Trend gerade auch als Profi in sozialen Netzwerken für die eigene PR präsent sein zu müssen. Ich habe das Gefühl, dass das immer wichtiger wird. Lenkt das nicht vom Eigentlichen – dem Training – ab?

Warum sollte mich das ablenken? Gerade beim Videoblog habe ich doch das gemacht, was ich sowieso gemacht hätte. Das Filmen und die Aufarbeitung hat unser Kameramann David übernommen. Die Idee hinter dem Videoblog und überhaupt meine Vorgehensweise in den sozialen Medien soll so „nah“ an mir dran sein wie möglich, mich authentisch wiedergeben und mich somit für jeden Follower greifbar zu machen. Mir ist dabei auch wichtig die Leute aus meinem Team, die nicht unbedingt immer zu sehen sind, zu berücksichtigen. Wir agieren gemeinsam und das probiere ich mit meinen Aktionen zu zeigen. Gerade das positive Feedback auf meine Vorgehensweise zeigt mir, dass ich nicht falsch liege.

Okay, kommen wir zurück zum Wesentlichen – Training & Wettkampf: Für den Part der Wettkampfernährung hast Du High5 als Partner an Deiner Seite. Woher weißt Du, wieviel Energie bzw. Gels Du im Wettkampf, z. B. bei der Halbdistanz, brauchst? Was sollte man hierbei beachten und welche Faktoren spielen bei der Energieaufnahme eine Rolle?

Da bin ich eher ein Gewohnheitstier und agiere, wie ich mich wohl fühle bzw. was in der Vergangenheit gut geklappt hat. Ohne auf irgendwelche Zahlen zu gucken, habe ich ungefähr im Gefühl wie viel Gels, Riegel etc. ich auf den unterschiedlichen Distanzen benötige. Viel wichtiger ist mir, dass ich die Produkte gut vertrage und sie meinen Anforderungen entsprechen. Da bin ich mit High5 auf der richtigen Seite.

Am Wochenende steigt der große Showdown in Roth! Du bist der Titelverteidiger und stehst im Fokus. Natürlich wird auch das Duell mit Jan Frodeno medial gepusht. Wie gehst Du die letzten Tage vorm Wettkampf an? Was macht für Dich die sogenannte „Tapering-Woche“ aus?

Wenig trainieren und das Training aus der Vergangenheit wirken lassen. Dabei ist mir wichtig zumindest einmal am Tag kurz die Renngeschwindigkeiten in den einzelnen Disziplinen „an zu- testen“, um den Körper zu zeigen, was auf ihn zukommt.

In dieser Interview-Rubrik gebe ich meinen Lesern gern den einen oder anderen Insidertipp mit an die Hand. Würdest Du uns eine Deiner wettkampfspezifischen Lieblingseinheiten verraten, die Du unmittelbar vor einem wichtigen Rennen so oder so ähnlich trainierst?

Ich finde es wichtig im Training viel in den geplanten Wettkampfintensitäten zu trainieren. Daher mache ich häufig 12 Tage vor einer Langdistanz ein spezielles Koppeltraining aus 20km Einfahren, 80km Zeitfahren in „Race Pace“ und direkt im Anschluss einen 10km Koppellauf in „Race Pace“.

Cool. Ist notiert und kann sich ja jeder für sich und seine Distanz adaptieren. Nils, letzte Frage, was sind Deine Saisonziele? Du sagst, dass Du irgendwann in Kona abliefern willst. Vielleicht schon im dritten Anlauf, frei nach dem vielzitierten Motto Alle guten Dinge sind drei…

Erstmal kommt die Challenge Roth und danach plane ich meine zweite Saisonhälfte. Fakt ist natürlich, dass ich bei meinem dritten Anlauf in Kona meinen sechsten Platz aus 2014 verbessern will.

 

Das obligatorische Cool-down  – 10 Stichworte,  10 spontane Reaktionen

Leidenschaft…  Qual

Favorite Mahlzeit…  Derzeit Süßkartoffel Chips

Familie & Freunde… Rückhalt

Triathlon… Lifestyle

Umfang oder Tempo… Je nach Tagesform

Lieblingstageszeit… Nach dem Training

Rivalität… spornt extra an

Sonntagmorgens… langer Dauerlauf

Wenn kein Training ansteht… ist hoffentlich gutes Wetter

Mein Trainingsbuddy… in guten wie in schlechten Zeiten

Glück… ist nicht erfolgsabhängig

Hey Nils, besten Dank, dass Du Dir die Zeit  für das Interview genommen hast. Ich drücke Dir für Roth und den weiteren Saisonverlauf die Daumen. Wir werden Dich weiter verfolgen.

***GEWINNSPIEL(beendet)***


In Kooperation mit Nils Frommhold und High5, seinem Sponsor für Sporternährung, haben wir uns passend zum Aspekt Wettkampfernährung überlegt, 2x High5 „Halbdistanz-Pakete“ zu verlosen. Jedes Paket enthält 3 Riegel, 3 Isogels sowie 4 „Energy Source Beutel“ und ist so zusammengestellt, dass man genug Energie und Minerale für ca. 5,5h Wettkampfdauer bekommt. Sämtliche Produkte, Zutatenlisten und die empfohlene Einnahmestrategie für den  Wettkampf, kannst Du auch nochmal hier nachlesen.

high5 paket

Foto: High 5

Wie nimmst Du am Gewinnspiel teil?

Jetzt bist Du dran! Kommentiere einfach diesen Beitrag hier und verrate uns doch mal, was Dein persönliches Lieblingsgericht oder Deine bevorzugte Energiequelle am Vortag vor einem wichtigen Wettkampf ist? Bei mir sind es übrigens gerade gebackene Süßkartoffeln, gern mit ordentlich Erdnussbutter und Datteln drauf.

Alternativ kannst Du auch den dazugehörigen Post auf Facebook kommentieren. Wie Du willst. Ich bin gespannt auf Deine Vorschläge und Favorites! Das Gewinnspiel läuft bis zum 16. Juli, 23:59 Uhr. Unter allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, verlose ich per Zufall am 17. Juli die zwei GewinnerIN und gebe es auf Facebook bekannt.

Wichtig: Wenn Du hier einen Kommentar im Kommentarfeld hinterlässt, gib bitte Deine korrekte Email Adresse ein. Diese wird natürlich nicht angezeigt. Sie hilft mir aber, mit Dir in Kontakt zu treten. Sollte ich den Gewinner nicht benachrichtigen können oder innerhalb von 48 Stunden keine Antwort auf meine Email erhalten, werde ich erneut auslosen. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Fotos: © Dani Fiori und Nils Frommhold

28 Kommentare

  1. Peter Luff

    Vor dem Wettkampf am liebsten nudeln mit ratatouille 🙂 viel Glück in Roth Nils!

  2. Maurice Merkert

    Kurzweiliges und interessantes Interview! 🙂
    Zu deiner Frage: aktuell bei mir Reis, Kartoffeln und leicht verwertbares Eiweiß liefert Fisch.

  3. Danke für das Interview! Ich ess am Tag vorher Gnocci mir Salbeibutter😀

  4. Julius Binzenhöfer

    Am Tag vor de, wettkampf esse ich meistens Nudeln mit Pesto und einen selbstgemachte Smoothie dazu. Viel Spaß und Glück in Roth Nils!.

  5. Meistens gibt es vor dem Wettkampf Nudeln mit selbstgemachter scharfer veganer Bolognese 😊 Viel Erfolg beim Rennen 👍

  6. sebastjan

    Banane, jogurth, chia, cacao, mandel-mus

  7. Ich liebe aktuell Dinkel-Pizza mit Frischkäse, Rote Beete, Broccoli und Ziegenkäse/feta. Hmmm. Damit kann es in den Wettkampf gehen! 🙂

  8. nach dem Rad Check In gibts Nudeln, abends dann noch worauf ich gerade Lust habe. Wichtig ist aber ein Eis 🙂

  9. Rebecca Eberhardt

    vor dem Wettkampf darf die obligatorische Pastparty natürlich nicht fehlen, ganz traditionell mit scharfer selbstgemachter Tomatensauce 🙂 Zeig es Frodo und dem Rest!

  10. Axel Josefs

    Pommes Schranke. Durch Zufall gemacht, und für passend empfunden. 😅👍👍

  11. Manuela Close

    Ich esse sehr gerne vor Wettkämpfen Pasta mit selbstgemachtemTomaten-Basilikum Pesto und Lachsfilet. Zum Nachtisch gibt es dann Milchreis mit Zimt. Also Nils, hau rein dann bisse eher fertig 😉
    Good Swim, fast Bike and flight Run!

  12. Morgens gibt es bei mir immer Nudeln mit Milch und vieeeel braunem Zucker 🙂

  13. Vollkornnudeln mit Zucchini und Spinat, überragend 😉
    Gib alles Nils!

  14. Süsskartoffel-Wedges mit Kräuterquark oder Curry mit Süsskartoffeln und Hühnchen

  15. Ich habe meinen ersten Wettkampf noch vor mir. Finde es deshalb besonders interessant welche Nährstoffe und Mahlzeiten hier favorisiert werden. Mit Pasta kann man ja anscheinend nichts verkehrt machen ✌🏻️

  16. süße Semmel & Semmel mit Hühnchen. Dann kann’s auch schon losgehn. 😉

  17. Frank Martin

    Nudeln und/oder Kartoffeln esse ich am Liebsten vor einem Wettkampf

  18. Vollkornpasta mit Gemüse

  19. Kartoffelgratin und ein Eis danach

  20. Simon Oelmann

    In den letzten Stunden vor dem Wettkampf eine große Portion Nudeln mit Parmesankäse und Ketchup, viel Bananen Quark (40%iger) mit Honig und Nüssen, und direkt am wettkampftag schwöre ich auf Honigbrote (je nach Nervosität mehr oder weniger :))

  21. Christina

    Ganz klassisch – Spaghetti Bolognese ☺️

  22. Cooles Interview! Vor dem Wettkampf gibt es bei mir Gnocchi mit einer leichten Bolognese Sose und viel Käse. Danach gibt es einen Apfel!

  23. Tolles Interview! Bin mal gespannt, wie sich Nils am Sonntag in Roth schlägt.
    Mein Lieblingsessen am Vorabend eines Wettkampfes ist ein großer Teller Basmatireis mit frischen Tomaten und Basilikum.

  24. Bei mir gibt’s Pasta. Schließlich werden im Wettkampf ordentlich Kohlenhydrate verbrannt.

  25. Anke Korn

    Süsskartoffeln auch mit Gemüse, zB Karotten mit Ei oder Thunfisch. Kichererbsen gegen auch immer… Alles gute für Roth…. Bin auch am Start…!!!

  26. Spagetti Bolo, Fleisch ist ja auch irgendwie Energie;-)

  27. Pascal Brugman

    Am liebsten nasi (reisgericht) und als Dessert ein leckere Joghurt mit proteinsyrup,dinkelflocken,chiasamen und Obst drauf

  28. Nicole Schnaß

    Nudeln mit selbstgemachter Bolognese Sauce. Viel Erfolg in Roth!

Danke für Dein Feedback!

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