Sören Lehmann steht mit Neo im See
TRAINING TRIATHLON

Gedankenschnipsel und Kopfkino: Hallo, Triathlon-Ich!

Einige Tage haben wir uns hier nicht ausgetauscht. Auch wenn viel außerhalb meines digitalen Sportsfreund-Daseins los war, blieb eine Konstante: Das Training. Das tägliche Training für…, ja für was eigentlich? Ein paar Gedanken zum Training, wofür es diese Saison überhaupt gut ist und wo ich mich trainingstechnisch sehe.

Tacheles reden – wo stehe ich?

Gestern während der Radeinheit habe ich mal reflektiert, wie das Training eigentlich so zur Zeit läuft. Wie waren die ersten Monate 2018? An welcher Front habe ich mich verbessert? Wo bleiben alte Baustellen bestehen? Und was ist eigentlich mit dem Spaß? Fragen, die einen einzigen Blog, würde ich alles im Detail aufdrüseln, sprengen würden. Aber schauen wir uns doch einfach mal die Kurzversion in der triathletischen Reihenfolge an…

Schwimmen: Auf jeden Fall positiv dieses Jahr. Die neuen Bestzeiten auf 100, 400 und 1500m sprechen für sich! Doch ein hundertprozentiger Selbstläufer ist die erste Disziplin für mich nicht. Ich weiß nicht woran es liegt, vielleicht daran, dass mir einfach unendlich viele Lebenskilometer fehlen. Es nervt, wenn mal 1-2 Einheiten nicht so laufen wollen. Das Wassergefühl an diesen Tagen nicht so wirklich mein Freund sein will. Auch mein Defizit mit dem Beintraining ist nach wie vor krass, zumindest im Verhältnis zu meinen Zeiten in der Gesamtkraullage. Kurzum: Meine tatsächliche Beinschwäche entzieht mir gefühlt zu viel Power beim Kraulen. Dennoch: Es geht in die richtige Richtung. Hier und da muss ich mental einfach noch cooler werden, nicht immer so viel grübeln und einfach machen und mich an meine Ziele erinnern!

Da passt folgendes Zitat, welches ich heute bei Triathlet Matti auf Instagram gesehen habe, perfekt:

„A Grandfather explains to his warrior gandson that there are two wolves within each of us: One wolf is positive and beneficial, while the other wolf is negative and destructive. They fight for control of us. The grandson curiously asks: “Which wolf will win?”, the grandfather replies: “The wolf you feed!”

Eine schöne Analogie zum Training und zu den Auf und Abs, die wohl jeder Sportler kennt!

Radfahren: Meine aktuelle Sahnedisziplin, behaupte ich einfach mal… Die Motivation ist hoch. Die Lust, fast schon die Gier?, mich immer weiter zu verbessern, ist ungebrochen! Ich bleibe dabei: Mein letztjähriger Ausreißer in die Radsportszene hat meine Passion zum Radfahren neu und noch einmal viel stärker entfacht. Durch das Watttraining macht jede Einheit Spaß, erst „reverse periodisation“ im Winter, jetzt Grundlagentraining mit knackigen Temposessions hier und da – die Mischung passt bei mir! Mein aktuelles Ziel: Im Juni wieder eine relative FTP von ca. 4,0-4,2 W/Kg haben und bei lokalen Rennradrennen „Randale machen“. Erste Chance dazu bekomme ich schon diesen Sonntag in Kamenz. 50km Bergrennen. Autsch!

Laufen: Leistungstechnisch gibt es hier vorerst wohl keinen Blumentopf zu gewinnen. Innerhalb eines Triathlons heißt es in der dritten Disziplin „einfach überleben“, und bei einem reinen Laufwettkampf wäre mit Sicherheit auch lokal kein Podium drin. Jetzt denkst Du vielleicht: „Warum so negativ, was ist mit dem Zitat weiter oben?“, aber keine Sorge: Ich kann meine aktuell nicht vorhandene Laufform ganz gut einordnen. 2017 gar nicht gerannt, in den ersten Monaten dieses Jahr eher Fokus auf’s Schwimmen und Radfahren – wo soll sie auch herkommen? 😉

„Die Lust am Laufen ist definitiv zurück! Das ist (mir) viel wert!“

Eines ist viel wichtiger: Sei es bei den lockeren Waldläufen, bei den knackigen Laufbandeinheiten oder letzte Woche während der ersten, kürzeren Koppelläufe – die Lust am Laufen ist definitiv zurück! Das ist (mir) viel wert!

Kopfkino an: Mein Triathlon Szenario…

Kurzum: Wenn wir uns beispielhaft in das Szenario eines lokalen Triathlon Events reindenken und ich meine Stärken und Schwächen beurteilen müsste, würde ich mich wie folgt einordnen: An den Schwimmstart gehe ich selbstbewusst, wohlwissend höchstwahrscheinlich einer der besseren zu sein. Auch beim Radfahren kann ich weiter Boden gut machen, und durchschnittlich mehr Watt treten als der große Teil des Starterfelds. Nach der zweiten Wechselzone und dem (hoffentlich) schnellen Wechsel in die Laufschuhe beginnt mein Überlebenskampf. Kann ich Hüfte und Beine mobilisieren, mich halbwegs anständig übers Ziel zu retten? Spielt mein Körper mit, oder gehe ich komplett ein, weil ich auf dem Rad zu krass die „Pace“ gesetzt habe?

Gedankenschnipsel und Kopfkino…Wir werden es sehen. Ich habe auf jeden Fall Bock, mal wieder ein Triathlon zu finishen. Auch wenn es 2018 leider nochmal ohne eigenes Zeitfahrrad sein muss. Dann muss ich den Brandenburger Triathleten eben mit meinem Rennrad das Fürchten lehren 😀

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28 Jahre, Freigeist, sportaffin, der irgendwas mit Marketing studiert hat, um nun doch auf den journalistischen Zug aufspringen zu wollen. Passionierter Triathlet ist er auch noch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt Sören rund um den Triathlonkosmos, philosophiert (mit anderen) über Trainingsstuff- und Lifestyle. Das Wichtigste: Hauptsache Du hast Spaß bei dem was Du tust.

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