Testberichte TRAINING Zeitmanagement

SIGMA RC 14.11 PULSUHR – EIN ECHTER ALLROUNDER!

Keine Frage, Pulsuhren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Umso schwerer ist es für Läufer das passende Modell für sich zu finden. Wer bei der Kaufentscheidung bevorzugt Laufsensoren benutzt (anstatt GPS-Modelle) und auf ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis achtet, ist mit der Sigma RC 14.11 gut aufgestellt.

Vorwort zum Kaufentscheidungsprozess

Zunächst eine kurze Anmerkung zur Suche nach neuem Laufequipment und dem Vergleich zu anderen Produkten, speziell zu Kundenmeinungen und „Erfahrungswerte“ z.B. auf der Plattform Amazon. Selber sucht man natürlich stets nach DEM idealen Produkt möglichst 100% frei von negativen Bewertungen. Doch das gibt es in der Realität nicht. Es werden immer Lesererfahrungen auftauchen, bei denen ein bestimmtes Produkt ungewöhnlich schlecht ausgefallen ist, mehrere Fehler reklamieren oder sogar das Produkt komplett zurückschicken. Dabei sollte man sich immer im Hinterkopf behalten, dass dies lediglich subjektive Meinungen und vor allem Erfahrungen sind, bei denen man selbst nicht wissen kann, wieso nun ausgerechnet bei Max Mustermann das Produkt XY nicht funktionierte. Externe Faktoren, die das begünstigt haben könnten – etwa falsches Benutzen, Unwissenheit oder zufällige Fehler die falsch interpretiert wurden – lassen sich nun mal nicht für potentielle Käufer einsehen. Die Folge ist: Vereinzelte negative Meinungen werden tendenziell zu sehr bei der Kaufentscheidung berücksichtigt.
Da die Sigma meine erste Pulsuhr ist, hatte ich mich intensiv damit beschäftigt möglichst das beste Modell für mich zu finden. Ob es das allerdings ist, kann ich ja nicht sagen. Aber folgendes kann ich zur RC 14.11 sagen:

Viele Funktionen, die auch wirklich(!) funktionieren

Die Uhr funktioniert einwandfrei, ist sehr detailliert was Anzeigeoptionen betrifft und meiner Meinung nach erfreulich funktionell, sprich einfach zu bedienen. Die Anleitung für die Tastenmenus hat man in 5 Minuten intus! Auch die individuelle Kalibrierung der gelaufenen Strecke funktioniert fast perfekt bis auf den letzten Meter. Nach mehreren Kalibrierungstests auf unterschiedlichen Laufbahnen, kam bei mir eine Abweichung von 20-30 Metern heraus – wat‘ solls! Das ist vollkommen im Fehlertoleranzbereich. Ebenso das Hochladen der Daten funktioniert sehr gut und macht Freude, egal ob man nur mal schnell den Gesamtdatensatz sämtlicher Trainingseinheiten oder lediglich die letzte Einheit auswerten möchte. Und das lässt sich mit der Sigma bis auf das letzte Detail vollziehen. Das Sigma Datacenter liefert dem Läufer eine Vielzahl von Optionen seine Trainingsleistungen zu analysieren. Dank des „Dashbords“ als Startseite, hat man einen übersichtlichen Ausgangsbereich, auf dem einen je nach Einstellungen automatisch das letzte Training oder auch Statistiken zur Kalenderwoche angezeigt werden. Umfangreiche Diagramme ermöglichen es sowohl einzelne Trainingseinheiten, als auch Wochen, Monats oder letztlich auch Jahreswerte grafisch und zahlenbasierend miteinander zu vergleichen. Ein schönes Feature ist die Option, unterschiedliche Puls-Takte einzustellen. Je nach Trainingseinheit kann man zwischen 5, 10, 20 oder 30 Sekunden Taktung auswählen. Das macht Sinn, da man für längere Distanzen eher die 30 Sekunden Taktung nimmt, um bspw. auch Datenplatz zu schonen. Die sehr genaue 5-Sekunden-Taktng erlaubt bei kürzeren Intervallläufen genaue Analysen. Übrigens: Das vom Anbieter beworbene feature „EKG-genau“ kann ich durchaus bestätigen. Während einer professionellen Leistungsdiagnostik, habe ich die Sigma getragen, wobei sich zu der offiziellen Pulsmessung eine Differenz von ca. 2 Pulsschlägen ergab.

sigma datacenter bild klein

Sigma Datacenter dashboard-Ansicht

Das perfekte Produkt gibt es nicht

Trotz der sehr guten Gesamtbewertung sind mir während der letzten Monate 2 Unstimmigkeiten aufgefallen, wobei es wie bereits oben erwähnt nicht bei jedem passieren muss. Erstes ist es bei mir bereits häufiger vorgekommen, dass die Datenübertragung nicht auf Anhieb funktionierte, da offenbar die Sensoren auf der Rückseite der Uhr nicht mit den Andocksensoren des Datenübertragungsgerätes synchronisieren. Manchmal dauert es länger, manchmal klappt es sofort. Das zweite Problem ist die rechte untere Funktionstaste, die bei mir ab und an nicht wieder automatisch „rausploppt“ und dann die Uhr etwas spinnt. Mit einer wenig Feingefühl, löst sie die Taste auch wieder. Ein Tipp: Falls es dazu kommen sollte, kann man die Taste auch einfach nur an den jeweils äußeren Bereichen drücken, wodurch sich das Problem dann auch einstellt.
Letztlich noch ein kurzes Statement zu Brustgurt und Brustsensor. Die enthaltende Batterie im Brustsensor hält nach wie vor. Lediglich die Batterie der Laufuhr musste ich nach ca. 8 Monaten wechseln. Der Brustgurt sitzt dank individueller Einstellungsmöglichkeit sehr gut. Zu Übertragungsverlusten aufgrund intensiven Trainings oder Schweißes scheint es nicht zu kommen.

Lange Rede kurzer Sinn:

Jeder versucht natürlich immer alles und jede Meinung zu den Pulsuhr-Modell „aufzusaugen“. Die Sigma RC 14.11 Pulsuhr ist für Läufer empfehlenswert. Die 93€ waren auf jeden Fall nicht fehlinvestiert. Nach nun ca. 9 Monaten sind bisher keinerlei gravierende Fehler aufgetreten.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
Aktuell günstigster Kaufpreis: 89,90€ (Stand 09/14)

–>Sigma RC 14.11 Pulsuhr bei Amazon

Liste des Funktionsumfangs:

  • EKG-Genauigkeit (laut Hersteller), digitale und kodierte Funkübertragung
  • akt. und max. Geschwindigkeit, Geschwindigkeit in min/km oder km/h, Strecke in km, durchschnittliche und maximale Herzfrequenz
  • Rundenzähler (99 Runden), 
  • 2 Zielzonen, inklusive einer einstellbaren Herzfrequenz Zone, Kalorienzähler, Alarmzonen
  • Inklusive Docking-Station und Verbindung zum SIGMA DATA CENTER (mini-CD) und Brustgurst, Sensor
  • Display mit Hintergrundbeleuchtung, Text-Visualisierung in 5 Sprachen, wasserdicht.

über

27 Jahre, Freigeist, sportaffin und Student der irgendwas mit Marketing studiert hat. Passionierter Triathlet ist er auch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt er rund um den Triathlonkosmos, philosophiert über Trainingsstuff- und den Lifestyle. So Stay tuned.

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