Sportler machen einen morgendliche Frühsporteinheit
MOTIVATION TRAINING

Motivation ist, neue Reize in Deine (Trainings)Routine zu lassen

Motivation, Reiz, Routine. Oder besser: Routine plus (neuer) Reiz macht Motivation. Genau so fühlt es sich gerade an. Seitdem ich beschlossen habe, mich nicht mehr zu krass auf einen stupiden Trainingsplan zu knechten, komme ich im Training hin und wieder in eine Art Flow. Von meinem letzten Flow Moment hatte ich Dir ja im letzten #MotivationMonday-Blogbeitrag erzählt. Was ist aber mein heutiger Punkt?

Nutze Dein neuroplastisches Oberstübchen!

Neuroplastisch Was? Was haut er denn jetzt schon wieder für Worthülsen raus? Gut. Versuchen wir, es heute ohne szenische Ausschmückungen kurz zu halten: Ich habe es vorhin erst wieder gelesen. Unser Gehirn ist unser gesamtes Leben veränderbar. Egal wie alt Du bist, Du hast die Chance, neue Muster zu erlernen. Die Medizin nennt es halt Neuroplastizität des Gehirns.

Für uns Sportler ist das ein wahnsinnig großzügiges Geschenk. Oder nicht? Das ganze Leben, jeden Tag  – ja sogar bei jeder Trainingseinheit – können wir unser Oberstübchen mit neuen Reizen füttern, um noch besser zu werden. Noch schneller. Noch stärker. Noch flexibler.

Und wenn Du das zulässt, sprich aus Deiner Trainingsroutine herauszoomst, neue Movements einstreust und dann wieder zurückzoomst – wirst Du zwei Sachen merken. Erstens: Den Muskelkater danach 😁, wenn Du eine neue Übung bzw. einen neuen Winkel im Training ausprobiert hast. Und zweitens: Dass Deine Motivation ausgelassen tanzen wird. Denn unser Körper liebt neue Reize. Von wegen Reizvariation und Reizadaption. Haben wir alle schon mal gehört. Nur nutzen wir diese Trainingsprinzipien glaube ich zu selten. Alles wird oft zum Einheitsbrei. Zu viel Routine. Wobei Routinen nichts Schlechtes sind. Im Gegenteil. Routinen werden vielleicht erst dann richtig mächtig, wenn sie öfters mal gereizt und ins Wanken gebracht werden. So wie unsere Muskeln.

Okay, warte. Ich merke gerade, dass ich doch wieder in die Phrasenabteilung abrutsche. Es ist bereits alles gesagt.

Einen letzten, konkreten Gedankenanstoß…

…möchte ich Dir jetzt noch mitgeben.

Nimm Dir von jetzt an mal jeden Tag 5-10 Minuten für Mobility. Wenn Du es noch nicht tust und bei Dir eher Fragezeichen aufpoppen, schau dir gern den Live Talk mit Mobilitycoach Leon und mir an. Wir sprechen darüber, wie Mobility uns Ausdauersportler besser macht. Und ich meine sagen zu können, dass es stimmt. Denn im Schwimmen, aber auch beim Laufen, fühlt sich alles seit einer Weile anders an. Meine Range of Motion in der Schulter hat sich verbessert. Meine Hüftbeuger sind nicht mehr so steif und die Fußgelenke knacken weniger. Ich könnte noch weiter aufzählen…

Vielleicht kommt der Flow im Training dadurch? Keine Ahnung, aber es fühlt sich gut an.

Kurzum: Neue Reize zu lassen könnte Dein neuer Trumpf sein. (Und mit „Neuroplastizität“ haben wir ein schönes, neues Angeberwort für kommende Hauspartys gelernt :D)

Foto: AlpecinCycling

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28 Jahre, Freigeist, sportaffin, der irgendwas mit Marketing studiert hat, um nun doch auf den journalistischen Zug aufspringen zu wollen. Passionierter Triathlet ist er auch noch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt Sören rund um den Triathlonkosmos, philosophiert (mit anderen) über Trainingsstuff- und Lifestyle. Das Wichtigste: Hauptsache Du hast Spaß bei dem was Du tust.

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