Buchempfehlung MIKRONÄHRSTOFFE TRIATHLON

Buchempfehlung #1 | Meine perfekte Triathlonernährung

Beitragsbild zum Artikel "Buchvorstellung"

Mit diesem Artikel startet die neue Rubrik Buchempfehlung, in der ich Dir Sportbücher vorstellen möchte, die mich nachhaltig geprägt oder inspiriert haben. Die Riege ist abwechslungsreich. Du darfst Dich auf spannende Läufergeschichten und nützlichem Wissen zur Sporternährung freuen. Natürlich wird es auch klassische Lauf- und Triathlonbücher geben. Auf jeden Fall soll diese Rubrik keine statische Wiedergabe von Inhaltsangaben sein. Diese kann ich auch auf Amazon nachlesen! Vielmehr möchte ich Dir mit latent-subjektiven Empfehlungen den Mehrwert und die Intention der Werke präsentieren – vielleicht auch den ein oder anderen Fakt zwischen den Zeilen. Ich finde es spannend zu erforschen, was andere blogs an persönlichen „favorites“ vorstellen. Vielleicht ist hier ja was für Dich dabei. Beginnen möchte ich mit einem brandneuen Buch aus dem Kosmos des Triathlons.

Meine Perfekte Triathlonernährung – von Caroline Cornfine

Prolog: Meistens ist es bei Büchern zur Sporternährung doch so: Im Buch wird Studie x zitiert, die probagiert, dass man xy machen MÜSSE, sonst ….. oder „Iss xy, sonst…“. Wörter wie „müssen“ oder „sollen“ bekommen Hochkonjunktur. Umso mehr sympathisiere ich mit C. Cornfine’s Ansatz. Ihr Untertitel trifft es im Grunde auf den Punkt: „Mit dem Baukastensystem zum individuellen Ernährungskonzept“ – Dogmatismus und Angstschnürerei finden schlicht weg nicht statt. Dafür zeigt sie variantenreiche Beispiele, wie man mit den verschiedenen Ernährungsweisen optimal vor und im Wettkampf an sein persönliches Ziel gelangen kann.

Im Gegensatz zum Mainstreamgedanken des „One-approach-fits-it-all“, erklärt sie sachlich und verständlich wie beliebte Ernährungsphilosophien z. B. Low-Carb, Vegan, Low-Fett oder Mischkost funktionieren. Mit diesem Fundament an Wissen geht sie duldsam jedes erdenkliche Fettnäpfchen durch. Wie sieht es mit Unverträglichkeiten und kritischen Nährstoffen aus? Welche Ernährungsform baut auf welchen Prinzipien auf? Plus: Am Ende gibt es jeweils leckere (und vor allem simple!) Rezepte zum Nachmachen.

Ernährungstaktiken, Selfmade-Rezepte & das kleine 1×1 der Wettkampfverpflegung

Das eigentliche Sahnebonbon folgt zum Schluss im Kapitel der Ernährungstaktiken. C. Cornfine ist nicht nur studierte Ernährungswissenschaftlerin sondern selbst aktive Triathletin. Das merkt man! Es hagelt an praxistauglichen Tipps bezüglich der Rennverpflegung, Strategien im Wettkampf sowie Selfmade-Rezepten. Verweise auf künstliche Produkte der bekannten Marken für Sporternährung sucht man hier vergebens. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen hinsichtlich Negativerlebnissen im Wettkampf, widmet sie sich ausgiebig dem kleinen 1×1 was das Magen-Darm-System angeht.

Denn als Triathlet weiß man: Die eigene Bestleistung entscheidet sich meist im Sein oder Nichtsein von – drücken wir es mal dezent aus – suboptimalem Magenbefinden. 😉

Dogmatische Anweisungen? Fehlanzeige!

Wenn ich das Buch mit drei Worten beschreiben müsste, wären das: wissenschaftlich, verständlich, praxistauglich. Ehrlich gesagt mangelt es mir bei vielen anderen Büchern zu diesem Thema an der Umsetzung. Sagte ich „Wissenschaftlich“? Keine Angst: Trotz der vielen detaillierten Tipps und Zusammenfassungen essentieller Zusammenhänge, liest sich der Stoff stets mit einem gewissen Witz. Wenn sie darüber schreibt, wie sie andere Triathletin in der Wechselzone neidisch beäugt, ist das einfach nur ehrlich und hey: So funktioniert der Sport doch auch ein bisschen oder? Sehen und gesehen werden. Das machen wir doch alle. Ein bisschen.

Natürlich spielt hier ein gewisser Hang zur Selbstironie mit. Das ist klar. Auf jeden Fall habe ich nach dem Lesen nicht das Gefühl mich erstmal mit rauchendem Kopf und überwältigt vom Input hinlegen zu müssen. Baukastensystem eben! Nach Bedarf wählt man sich die richtige Schublade aka das gewünschte Kapitel aus und los geht’s! Alles kann, nix muss! Angstschnüreri, Dogmatismus, Zwänge? Fehlanzeige!

Krämpfe sind „hinterhältig“

Beispielhaft für die etwas andere Herangehensweise war für mich ihr Gedanke was Krämpfe betrifft. Die meisten würden sich hier direkt nüchtern der Ursachen- und Faktenlage bedienen. So nicht C. Cornfine. Für sie sind sie vor allem „hinterhältig“! Diese Personifizierung trifft den Nagel auf den Kopf. „Meine perfekte Triathlonernährung“ ist kein trockener Informationsdroide. Vielmehr ein amüsanter und doch stets faktenbasierter Triathlonguide. Die ein oder andere Anekdote inklusive.

P.S. Ein Ratgeber über perfekte Ernährung der das Credo „Verzichten Sie auf Nichts“ empfiehlt, kann eigentlich nur sympathisch sein. Oder wie siehst Du das?


PRO
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►Praxistauglich, selbst aktive Triathletin
►Infoboxen & Lebensmittel-Tabellen
►Objektivität als Credo, Keine Dogmen
►Verständlich, „leicht Kost“
►Bei Bedarf aber auch detailliert
►Simple Rezepte
►Leserfreundliches Layout (Absätze, Überschriften)
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CONTRA
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►Nach 182 Seiten schon zu Ende

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Abschließend möchte ich Dir noch ein paar Fragen mit auf den Weg geben. Folgend findest Du 10 Fakten, die ich jetzt weiß – kennst Du sie auch? Wenn Du mehr als 2 Fragen auf Anhieb nicht beantworten kannst, gibt’s eigentlich nur eine Schlussfolgerung: Ab in‘ Buchhandel! Deiner nächsten Bestzeit zuliebe. 😉


1. Vielzitiert, schwammig wissend: Warum verbrennen Fette im Feuer der Kohlenhydrate?

2. Für Low-Carber: Nach Kohlenhydratzufuhr den Insulinpegel gering halten? Welcher Zeitraum sollte es sein?

3. Was könnten kritische Nährstoffe der einzelnen Ernährunsgformen sein?

4. Auf welche (natürliche) Lebensmittel sollte man vor Wettkämpfen verzichten?

5. Die Geschichte mit dem chronischen Eisenmangel bei Läufern?!

6. Warum zu starke Kalorienkappung den Stoffwechsel bzw. Energieumsatz lahmlegt?

7. Welche Zuckeraustauschstoffe sind bedenklich, welche nicht? (#Lightprodukte)

8. Was ist der beste Kohlenhydratlieferant im Wettkampf? (#Glucose ist es nicht!)

9. T minus 48 Stunden: Wie sieht die ideale Ernährung unmittelbar vorm Wettkampf aus?

10.Warum Nervennahrung wie z. B. das beliebte Gel kurz vor dem Start kontraproduktiv ist?

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27 Jahre, Freigeist, sportaffin und Student der irgendwas mit Marketing studiert hat. Passionierter Triathlet ist er auch. Auf dem Sportsfreund Blog bloggt er rund um den Triathlonkosmos, philosophiert über Trainingsstuff- und den Lifestyle. So Stay tuned.

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